CSR Jobs Award 2015

Jury nominiert Arbeitgeber mit Verantwortung

„Hier arbeite ich gerne – mein Wunsch-Arbeitgeber mit Verantwortung“.

– unter dieser Leitidee zeichnet CSR Jobs in Kooperation mit dem personalmagazin und einer hochkarätigen Jury Arbeitgeber mit Verantwortung aus. Unter den zahlreichen Einsendungen gibt die Jury nun die Gewinner für den diesjährigen CSR Jobs Award bekannt.

Auszeichnung für Engagement

CSR Jobs und das personalmagazin hatten Arbeitgeber in Deutschland aufgerufen, sich mit ihren besonderen Leistungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als „Arbeitgeber mit Verantwortung“ zu bewerben. Zahlreiche Unternehmen aus vielfältigen Branchen sind dem Aufruf gefolgt und haben sich beworben. Mit gutem Grund: Alle Einsendungen haben gezeigt, dass eine Vielzahl an Arbeitgebern besondere Programme und Projekte ins Leben gerufen haben, um die Beschäftigten für die Firmenphilosophie zu begeistern, an das Unternehmen zu binden und sich gleichzeitig sozial und gesellschaftlich zu engagieren. Unter den zahlreichen interessanten Einsendungen hatte die Jury die Qual der Wahl.

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Hintergrund

Gerade junge Arbeitnehmer und Hochqualifizierte wollen mehr vom Job als das monatliche Gehalt. Von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf über Vielfalt bis hin zu sozialem und gesellschaftlichem Engagement schauen Mitarbeiter sehr genau hin, in welchen Bereichen sich Arbeitgeber engagieren. Viele Mitarbeiter möchten sich auch selber gerne aktiv im Rahmen von Corporate Volunteering Programmen einbringen.

Zahlreiche Arbeitgeber in Deutschland kommen diesem Wunsch nach und haben CSR-Aktivitäten entwickelt, in die sie ihre Mitarbeiter aktiv einbinden.

Die Online-Plattform www.csr-jobs.de und das Personalmagazin, Deutschlands meistgelesenes Fachmagazin im Personalwesen möchten helfen, diese Beispiele einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


 

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Die Gewinner

 

Kategorie „Unsere Werte“

Jurorin: Katharina Schmitt, Personalmagazin

Nominierungen: elfgenpick, Globus SB Warenhaus Holding, SSC Services. 

Gewinner: Globus SB Warenhaus Holding

 

Kategorie „Unsere Familienkultur“                                                                                                     

Jurorin Barbara Maier, berufundfamilie Service GmbH                                                                                       

Nominierungen: SSC Services, E.G.O. Elektro-Gerätebau, DEG- Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft.

Gewinner: SSC Services

 

Kategorie „Unsere Vielfalt“                                                                            

Jurorin: Aletta Gräfin von Hardenberg, Charta der Vielfalt e. V.                                          

Nominierungen: EY (Ernst & Young), Niels Stensen Kliniken, Piepenbrock Unternehmensgruppe.

Gewinner: EY (Ernst & Young)

 

Kategorie „Unser soziales und gesellschaftliches Engagement“                                                              

Jurorin: Petra Balzer, JOBLINGE gAG

Nominierungen: Niels-Stensen-Kliniken, Piepenbrock Unternehmensgruppe, Hilti Deutschland.

Gewinner: Hilti Deutschland

 

Kategorie „Unser Personalmanagement“

Juror: Prof. Dr. Michael Gielnik, Professor für Personalentwicklung, Leuphana Universität Lüneburg

Nominierungen: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, E.G.O. Elektro-Gerätebau, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.                                   

Gewinner: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

 

Kategorie „Unser nachhaltiges Wirtschaften”

Jurorin: Yvonne Zwick, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Nominierungen: elfgen pick, Piepenbrock Unternehmensgruppe, Willenbrock Fördertechnik.

Gewinner: Willenbrock Fördertechnik

 

Kategorie „Unsere Personalstrategie 2020“                                                                                                                          

Juror Dr. Sascha Armutat, DGFP e.V.  

Nominierungen: Schröder und Partner, Sparkasse Südliche Weinstraße, Willenbrock Fördertechnik.

Gewinner: Sparkasse Südliche Weinstraße

 

Kategorie „Unsere Kooperationen / NGOs“

Juror: Dr. Stefan Rennicke, CSR j&c GmbH                                                                                                              

Nominierungen: Immobilien Scout, Sparkasse Südliche Weinstraße, Niels-Stensen-Kliniken.

Gewinner: Immobilienscout24

 

Gesamtsieger und Sonderpreise

Die Unicredit Bank AG (Hypovereinsbank/HVB) wurde in insgesamt vier Kategorien nominiert: Soziales und gesellschaftliches Engagement, Personalmanagement, Nachhaltiges Wirtschaften, Personalstrategie 2020 und ist damit Gesamtsieger des CSR Jobs Awards.

Den Sonderpreis Handwerk vergibt die Jury an die Bäckerei Newzella.

Den Sonderpreis Ausbildung vergibt die Jury an Feinkost Käfer.

Den Sonderpreis Pflege vergibt die Jury an Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke.

Kategorien und Jury

Unsere Werte: Katharina Schmitt, Personalmagazin

In dieser Kategorie war gefragt, was die Werte eines Unternehmens sind oder nach welchem Leitbild gehandelt wird. Zudem war interessant, wie diese Werte und Leitbilder in den Unternehmen konkret umgesetzt werden.

Nominiert sind:

elfgen pick gmbh & co kg

Mit einem verblüffend einfachen Leitbild gelingt es Elfgenpick, alle für ein verantwortungsbewusstes Unternehmen wichtigen Werte in die Unternehmenskultur aufzunehmen: Achtsamkeit, Respekt und Aufrichtigkeit genügen als zentrale Werte, klare Bekenntnisse zur Umsetzung und die jährliche Überprüfung der Werte am sogenannten „Teamtag“ sorgen für die nachhaltige Verankerung des Wertemodells. 

Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG

Bei Globus überzeugen nicht nur die die einzelnen Unternehmenswerte, sondern auch die gelungene Visualisierung, die das Leitbild den Mitarbeitern näher bringt und zugleich die Mitarbeiter in das Zentrum der Werte stellt. Ausgangs- und Orientierungspunkt ist stets der Mitarbeiter als selbstständig Handelnder im Unternehmer. Mit Garantien, wie beispielsweise der Garantie eines Entscheidungsfreiraums gegenüber den externen Kunden bis zu einer festgelegten Höhe, verpflichtet sich die Geschäftsführung selbst zur Einhaltung des Leitbilds gegenüber allen Kunden – externen wie internen.

SSC-Services GmbH

„Freundlichkeit“ ist Motor und Angelpunkt des Wertegefüges bei SSC Services. Diese zeigt sich glaubwürdig im fairen und wertschätzenden Umgang miteinander innerhalb einer Organisation ohne Hierarchien, in der Verpflichtung zur Zufriedenheit gegenüber dem Kunden und im nachhaltigen Wirtschaften, das Stabilität durch Leitplanken „Green IT“ und dem Zertifikat „Wegbereiter der Energiewende“ erhält.

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Unsere Kooperationen: Dr. Stefan Rennicke, Geschäftsführer der CSR j&c GmbH

In dieser Kategorie konnten die Unternehmen darstellen, ob und in welchen Bereichen sie mit NGOs etc. zusammenarbeiten, welche Themen dabei adressiert werden und wie die Zusammenarbeit ausgestaltet ist, um effektiv gemeinsam an der Lösung gesellschaftlicher Probleme zu arbeiten.

Nominiert sind:

Immobilien Scout GmbH

Das Unternehmen Immobilien Scout kooperiert mit einer großen Anzahl fester, temporärer und projektbezogener „Sozialpartner“ und hat damit die Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen zu einer festen Säule des gesellschaftlichen Agierens gemacht. Das Unternehmen versteht es, wichtige gesellschaftliche Veränderungen zu antizipieren und in diesem Bereich sowohl NGOs mit Unternehmens-Expertise zu unterstützen als auch die eigenen Tätigkeiten eng mit dem Kerngeschäft zu verknüpfen. Die intensivste Zusammenarbeit findet mit dem Verein „Sozialhelden e.V.“ am Standort Berlin statt, dem ein Büroraum zur Verfügung gestellt, eine halbe IT-Entwicklerstelle finanziert und projektbezogene Pro-Bono Beratung angeboten wird. Das Unternehmen hat es sich gemeinsam mit Sozialhelden e.V. zur Aufgabe gemacht, Mitarbeiter und Zivilgesellschaft für das Thema Inklusion zu sensibilisieren. Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Deutschland hat diese Vereinbarung unterzeichnet. Die Umsetzung von Inklusion steht aber noch am Anfang eines langen Prozesses. Um die Wohnungssuche für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu erleichtern, wurde das Suchmerkmal „stufenloser Zugang“ bei ImmobilienScout24 eingeführt. Die Anzahl von Wohnungen, die mit dem Merkmal „stufenlos“ gekennzeichnet sind, hat sich seitdem um ca. 20 Prozent gesteigert, sodass aktuell etwa 25.000 Immobilien mit diesem Merkmal zur Verfügung stehen.

Sparkasse Südliche Weinstraße

Passend zum Konzept der Sparkassen sind die Maßnahmen im Bereich „Kooperationen“ in der Region verankert. Jede Sparkasse hat aber auch die Aufgabe, Unternehmen zu unterstützen und zu fördern. Im Bereich der“ Kooperationen“ arbeitet die Sparkasse Südliche Weinstraße mit dem Verein Lebenshilfe zusammen. Unter dessen Dach wird durch ein Integrationsunternehmen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ein Hotel in Landau geführt, das seit September 2013 auch die Kantine der Sparkasse Südliche Weinstraße betreibt. Die Sparkasse Südliche Weinstraße fördert damit aktiv die berufliche Teilhabe behinderter Menschen. Die Kooperation zwischen dem Integrationsunternehmen Verein Lebenshilfe und der Sparkasse war aber auch Ausgangspunkt für eine Ausweitung des Wirkungskreises des Integrationsunternehmens, das von der Sparkassenküche aus zusätzliche Schulen und die Werkstätten der Lebenshilfe beliefert und sich damit wirtschaftlich etablieren konnte.

Niels-Stensen-Kliniken GmbH

Die Kooperationen der Niels-Stensen-Kliniken decken eine umfangreiche Bandbreite ab, sind aber alle mit den Kernkompetenzen einer Klinikeinrichtung verquickt. Die Maßnahmen reichen von der Mitarbeit in Netzwerken, die das Ziel haben, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in der Region sicherzustellen, bis hin zur Finanzierung von Stipendien für finanzschwache indische Studenten am Amala-Hospital in Tiruvala, Indien. Die Kliniken arbeiten fachlich eng mit der José‐Carrreras‐Stiftung zusammen und zur Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden, Angehörigen und Trauernden wurde im Verbund das mittlerweile deutschlandweit bekannte Palliativ‐und Hospiz‐Modell Spes Viva entwickelt. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Familienbildungsstätten und Schulen in Osnabrück. Die Niels-Stensen-Kliniken unterstützen auch immer wieder die Mitarbeitenden bei Einsätzen im Bereich der Entwicklungshilfe (Einsätze in Hospitalen in Kenia, Burkina Faso). Die Einrichtung gewährt Sonderurlaube, übernimmt Reisekosten und unterstützt auch im Bereich der Krankenhausausstattung. Es war nicht ersichtlich, ob bereits feste langjährige Partnerschaften existieren. Falls nicht, könnte dies zu einer nachhaltigen Wirkung der Hilfe beitragen.

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Unsere Familienkultur: Barbara Maier, Kundenmanagement und Kooperationen berufundfamilie Service GmbH

In dieser Kategorie konnten die Unternehmen beschreiben, welche Familienkultur bei ihnen gelebt wird. Gibt es etwa Teilzeitjobs oder Modelle zur Unterstützung von Mitarbeitern mit pflegebedürftigen Eltern? Unterhält ein Unternehmen eine eigene Kita? Wie werden Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung generell unterstützt?

Nominiert sind:

SSC-Services GmbH

Hauptaugenmerk in der Beschreibung der Werte liegt auf der Zufriedenheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Ziel ist es, den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, soweit es die Rahmenbedingungen eines KMUs erlauben, gerecht zu werden. Dieses Ziel wird in einem überzeugenden Mix von Serviceangeboten und Elementen erlebbarer Wertschätzung gefördert. Gestaltungsmöglichkeiten für Beschäftigte sind unterschiedliche Arbeitszeitmodelle sowie Freistellungen, wie Sonderurlaub und Sabbaticals. Kinderspielecke im Büro und die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten runden das Angebot ab. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Elternzeit profitieren von einem Kontakthalteprogramm.

Das Engagement für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zeigt sich auch in der finanziellen Unterstützung mit Zuschüssen bei der Geburt eines Kindes und für die Kindergartenbetreuung.

Auch Aspekte des Gesundheitsmanagements stärken die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. So werden in der SSC Services GmbH Maßnahmen für eine gesundheitsfreundliche Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitstage in Kooperation mit den Krankenkassen und Aktionen im Bereich Sport und Ernährung durchgeführt. Weiterhin stehen Duschräume für Rad fahrende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Verfügung.

Ein Beleg für die konsequente Umsetzung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind erfolgte Auditierungen sowie Auszeichnungen von mehreren Institutionen.

E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH

In den von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen formulierten Unternehmenswerten wird die hohe Identifikation mit dem Unternehmen als Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit beschrieben. Dies spiegelt sich in einer familienfreundlichen Firmenpolitik wieder, die zum Ziel hat, Mitarbeiter zu binden und im Sinne der Nachhaltigkeit zukünftige Fachkräfte zu gewinnen.

Gestaltungselemente der familienfreundlichen Personalpolitik sind eine Vielzahl von flexiblen Arbeitszeitmodellen, Lebensarbeitszeitkonten, individuelle Wiedereinstiegsmöglichkeiten, Angebote zur Weiterbildung in Teilzeit, Betreuungsangebote für Kinder mit Kindertagesstätte auf dem Gelände sowie Vermittlung von Tagesmüttern.

Weiterhin unterstützt das Unternehmen Beratungsangebote bei beruflichen und privaten Problemen sowie zur Pflege von Angehörigen.

Als wichtiger Bestandteil der familienfreundlichen Firmenpolitik ist auch ein aktives Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Kursen und Seminaren zur Gesunderhaltung und Sportangeboten zu werten.

Ein Beleg für die konsequente Umsetzung der familienfreundlichen Firmenpolitik sind Auszeichnungen mehrerer Institutionen.

DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH

Der Erfolg in der Personalpolitik ist u.a. in einer expliziten Mitarbeiterorientierung begründet. Work –Life-Balance, d.h. Einklang von beruflichen Ziele mit individuellen Lebensmodellen ist fester Bestandteil des Wertekanons.

Hinsichtlich der Familienkultur sind vielseitige Maßnahmen umgesetzt, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. So kommen unterschiedliche Arbeitszeit- und Teilzeitmodelle zur Anwendung, die auch von Führungskräften genutzt werden können. Es kann ein Arbeiten von zu Hause vereinbart werden. Auch die betriebliche Betreuung von Kindern sowie eine Betreuung von zu pflegenden Angehörigen werden unterstützt. In Notfällen können individuelle Lösungen mit der Führungskraft abgestimmt werden. Darüber hinaus unterstützen Programme zur Führungskräfteentwicklung und zum Gesundheitsmanagement die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die konsequente Umsetzung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde im Rahmen einer Auditierung bestätigt.

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Unsere Vielfalt: Aletta Gräfin von Hardenberg
Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e.V.

Gefragt war hier, welche Rolle Vielfalt, also Themenfelder wie Diversity oder Inklusion in den einzelnen Unternehmen spielen.

Nominiert sind:

Niels-Stensen-Kliniken GmbH

In den Kliniken wird viel Wert auf die Bildung von interkulturellen Kompetenzen für Ärzte/Ärztinnen gelegt, sie werden mehrere Tage dafür geschult. Diese Kompetenzen haben eindeutig einen direkten „Business“-Bezug.
NSK gibt an, dass die Beschäftigten insgesamt 22 unterschiedliche Religionszugehörigkeiten haben und es gibt einen eigenen Gebetsraum für muslimische Beschäftigte. Das ist in einem christlichen Klinik-Verbund keine Selbstverständlichkeit. In vielen anderen Unternehmen spielt das Thema Religion noch keine Rolle. Die Kliniken können 62 verschiedene kulturelle Hintergründe und Migrationshintergründe vorweisen und das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Kliniken wurde von der regionalen Presse aufgenommen.

EY (Ernst & Young GmbH)

Diversity und Inclusiveness ist eine der sechs zentralen Säulen der globalen EY-Strategie, daher wird die Umsetzung auf Management-Ebene, vom Personalvorstand und der Geschäftsleitung verantwortet.
Diese Einbindung in die Unternehmensstrategie wirkt sich auch auf die Sichtweise von D&I aus, EY sagt, dass Veränderungen bei der Mehrheit im Unternehmen ansetzen müssen – anstelle der Fokussierung auf Minderheitengruppen – und außerdem Prozesse und Strukturen überprüft werden. Das geht über Projekte für Minderheitengruppen hinaus und zielt darauf ab, die Unternehmenskultur nachhaltig pluralistisch zu gestalten.

Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH

Piepenbrock ist es wichtig, das Diversity Management breit aufzustellen. Sie beschäftigen Menschen aus 121 Nationen und 371 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben eine Behinderung. Auch das Thema GLBTIQ (Gay, Lesbian, Bi-, Trans-, Intersexual) steht auf der Agenda und wurde in diesem Jahr durch ein Siegel öffentlich gemacht.
Das Unternehmen beteiligt sich seit mehreren Jahren aktiv am Deutschen Diversity-Tag, um ihr Engagement nach innen und außen zu kommunizieren.
Darüber hinaus engagiert sich Piepenbrock mit externen Projekten für gleiche Teilhabe: Schüler/-innen mit Deutsch als Zweitsprache und Menschen mit Migrationshintergrund erhalten durch das Unternehmen Bewerbungstrainings.

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Unser soziales und gesellschaftliches Engagement: Petra Balzer, Initiative JOBLINGE, Standortleiterin Joblinge gAG Köln

Hier konnten die Unternehmen darstellen, welche Projekte und Initiativen sie im Bereich des gesellschaftlichen Engagements durchführen oder unterstützen.

Nominiert sind:

Hilti Deutschland AG

Die HILTI Gruppe wurde nominiert, weil ihre Unterstützungsleistungen einen überdurchschnittlichen sozialen und gesellschaftlichen Wert erbringen. Sie besitzt Beispielcharakter für sozial förderliches Unternehmertum. Input und Output der Aktivitäten werden nach weltweit anerkannten Kriterien gemessen und entsprechend jährlich veröffentlicht.

Die regional verankerten Projekte werden seit 1996 in sechs Bereichen durchgeführt: Soziales Unternehmertum, Kultur Wissenschaft und Bildung, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Katastrophenhilfe , Gesellschaftliche Entwicklung sowie Bezahlbarer Wohnraum. Zusätzlich werden überregionale Initiativen unterstützt, die nachweislich einen großen gesellschaftlichen Nutzen erbringen, wie z.B. «Médecins Sans Frontières» oder „El Sistema“.

HILTI befähigt benachteiligte Menschen, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen. Menschen, die Hilfe brauchen, sind bei all diesen Projekten nicht „das Problem“, sondern Teil der Lösung. Getragen wird die Förderung von der Überzeugung, dass die persönliche Entwicklung von Menschen positiv zum Gemeinwesen beiträgt. Es handelt sich um Hilfe, die bleibt.

Niels-Stensen-Kliniken GmbH

Die Niels-Stensen-Kliniken wurden nominiert, da sie das soziale und gesellschaftliche Engagement ihrer Mitarbeiter ganz konkret mit bezahltem Sonderurlaub honorieren.

Hierdurch ist es gelungen, Mitarbeiter zu motivieren zusätzlichen „Urlaub“ in Afrika zu Gunsten dortiger Kliniken zu verbringen und zuvor angefragtes Know-How bedarfs- und fachgerecht weiterzugeben. Die vermittelte Bildung und zusätzlich gespendete Technik (z.B. ein Narkosegerät) wurden verzahnt und konnten so dauerhaft bzw. nachhaltig wirken.

Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH

Die Piepenbrock Gruppe wurde nominiert, da sich die Unternehmensgruppe aktiv und herausragend durch seine sozialen und gesellschaftlichen Projekte für die Gleichstellung und Wertschätzung von lesbischen, schwulen, bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Mitarbeitern (LGBTI) einsetzt.

Zusätzlich ist es der Unternehmensgruppe im Rahmen seiner beispiellosen Patenschaftsprojekte in Laos gelungen, auf klare Hilfe zur Selbsthilfe und aktive Teilhabe aller Gemeindemitglieder an den Projekten zu setzen. So konnten dauerhaft 63 Kinderpatenschaften aufgebaut und bis heute gesichert und professionalisiert werden.

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Unser Personalmanagement: Prof. Dr. Michael Gielnik, Professor für Personalentwicklung, Leuphana Universität Lüneburg

In dieser Kategorie konnten die Unternehmen Auskunft über Themen wie Ausbildungsmodelle, Personalentwicklung oder ihre Arbeitsbedingungen im Allgemeinen geben.

Nominiert sind:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Die Albert-Ludwig-Universität Freiburg bietet ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein umfassendes Angebot an Personalentwicklungsmaßnahmen. Aufgrund dieses Angebots wurde die Albert-Ludwig-Universität Freiburg in die engere Auswahl für den Preis als Arbeitgeber mit Verantwortung in der Kategorie „Personalmanagement“ gezogen. Das Gesundheitsmanagement, die Akademie zur Personalentwicklung und die Entwicklung des Leit- und Führungsbild spielen dabei eine genau so wichtige Rolle wie das Angebot hinsichtlich flexibler Arbeitszeiten, Tele- und Heimarbeit und des internationalen Personalaustausches. Insgesamt tragen diese Maßnahmen positiv zu den Bereichen Lebensqualität, Gesundheit am Arbeitsplatz und Weiterbildung bei.

E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH

Die Nominierung basiert auf den vielfältigen Maßnahmen zur Weiterbildung, zum Gesundheitsmanagement und der zusätzlichen Unterstützung bei privaten Aspekten. Insbesondere zu nennen sind die Personalentwicklungsmaßnahmen zur persönlichen und beruflichen Weiterbildung, die auf dem eigens entwickelten Kompetenzmodell beruhen, die flexiblen Vergütungs- und Teilzeitmodelle, der medizinische Dienst, das sportliche Angebot, sowie das allgemeine Lebenslagencoaching. Diese Maßnahmen stellen ein Personalmanagement dar, das zur allgemeinen Lebensqualität, zu einem sicheren und gesunden Arbeitsumfeld und zu einer kontinuierlichen persönlichen Förderung beiträgt.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde aufgrund des sehr umfassenden und innovativen Programms zur Einbindung, Fürsorge und Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter nominiert. Die einzelnen Programme zeugen von einem sehr hohen Grad an verantwortungsvollem Personalmanagement in den Bereichen Lebensqualität, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Weiterbildung und Partizipation. Das Angebot ist vielfältig, elaboriert, zugänglich und an den Bedürfnissen der einzelnen Mitarbeitergruppen orientiert, so dass es als rundherum vorbildlich bezeichnet werden kann.

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Unser nachhaltiges Wirtschaften: Yvonne Zwick, Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Hier konnten die Unternehmen beschreiben, welche Aktivitäten für sie in Bezug auf Nachhaltigkeit wesentlich sind. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere ökologische und soziale Themen der Unternehmensführung.

Nominiert sind:

elfgen pick gmbh & co kg

Die Elektrizität stammt aus 100% Ökostrom, Abwärme der örtlichen Müllverbrennungsanlage wird für die Heizung genutzt und im Einkauf sowie bei der Erstellung von Printprodukten wird auf ökologische Kriterien geachtet. Im Jahr 2014 veröffentlichte Elfgenpick einen ersten CSR-Bericht, der jährlich fortgesetzt werden soll. Die Agentur hat seit 2014 einen Teamtag sowie wöchentliche Teamchecks, bei denen selbst gesetzte Ziele auf den Prüfstand genommen werden. Die Effekte auf das Gemeinwohl werden kontinuierlich betrachtet.

Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH

Das Geschäftsmodell ist, Gebäudedienstleistungen mit dem Ziel, komplett CO2-neutral anzubieten. Piepenbrock goes green überzeugt dank der hinterlegten Prozesse und Strukturen. Es gibt Nachhaltigkeitsziele und Anreizsysteme, die Hausaufgaben im Reporting werden gemacht (NH-Bericht, DNK-Entsprechenserklärung). In der Bewerbung selbst liegt der Schwerpunkt leider eher auf philanthropischen Ansätzen.

Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG

Der Vertragshändler für Gabelstapler und Lagertechnikgeräte, der den kompletten Lebenszyklus seiner Produkte ab Rohstoffgewinnung ökobilanziert und Services am Ende der Nutzenphase (Recycling, Verwertung von Fahrzeugkomponenten) anbietet. Bei der technischen Entwicklung und Bewertung der Umweltwirkungen arbeitet das KMU mit ca. 500 Mitarbeitern mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik zusammen. Faktoren, die dabei berücksichtigt werden sind  CO2-Emissionen, Treibhausgase und umweltelevante Aspekte, Ozonbilanz (wird auch als Steuerungsinstrument genutzt), Gewässereintrag, Bodenversauerung und Primärenergieverbräuche.

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Unsere Personalstrategie 2020: Dr. Sascha Armutat, Leiter des Bereichs „Strategie, Forschung und Politik“ der DGFP e.V.

In dieser Kategorie konnten unsere Unternehmen darstellen, welche Strategien Sie im Bereich CSR unter Einbindung der Mitarbeiter für die Zukunft planen und welche Sie gegebenenfalls bereits umgesetzt haben.

Nominiert sind:

Schröder und Partner – Die Steuerberater

Das kleine, agile Unternehmen kümmert sich mit Liebe zum Detail um die Motivation der Mitarbeiter. Es verankert soziale Verantwortung in einer partizipativen, die Mitarbeiter in den meisten Belangen beteiligenden Unternehmensführung. Die zwei strategischen Schwerpunkte „Zwischenmenschlichkeit in der Digitalisierung“ und „Flexibilisierung“ passen gut zum Unternehmen und zur Unternehmenssituation und verankern strategisches HRM in der Unternehmenssteuerung.

Sparkasse Südliche Weinstraße

Das Unternehmensbeispiel besticht durch die analytische Herangehensweise: aus den Umfeld- und den Unternehmensanforderungen werden Handlungsfelder gefolgert, die ein stimmiges, integriertes HR-Konzept begründen: Individualisierte Personalentwicklung, Flexible Arbeit und Förderung von Frauen sind drei Schwerpunktthemen, die hervorragend aufeinander einzahlen und das Potenzial besitzen eine kulturprägende Bewegung in Gang zu setzen.

Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG

Das Unternehmen macht Ernst mit der kulturprägenden Wirkung der Führungskräfte. Es konzentriert sich im CSR Ansatz darauf, durch die Verankerung einer Feedback-und Achtsamkeitskultur Rahmenbedingungen für ein neues Führungshandeln zu schaffen, die dann in der Führungskräfteentwicklung vermittelt werden. Ein sehr gutes Beispiel, wie ein KMU CSR zum Leben erwecken kann.

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Darüber hinaus hat die Jury folgende Unternehmen für Sonderpreise nominiert:

UniCredit Bank AG (HypoVereinsbank/HVB)

Die Hypovereinsbank weist alles vor, was eine vorbildliche Bank für die Verankerung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft braucht.

Auf struktureller Ebene sind das nachhaltigkeitsorientierte Anlageprodukte und klare Zielkommunikation zu deren Ausbau und eine Incentivierungsstruktur im Management, die auf die Zielerreichung in Sachen Nachhaltigkeit abstellt.

Auf kommunikativer Ebene gibt es einen Nachhaltigkeitsbericht, Entsprechenserklärung zum Nachhaltigkeitskodex und ein Marketing, das das Profil der Bank zum Thema in der Kundenkommunikation macht. Fazit: Best practice für nachhaltiges Wirtschaften.

Die HypoVereinsbank wurde auch aufgrund der nachgewiesenen Professionalität und Wirkung ihrer sozialen und gesellschaftlichen Projekte ausgewählt. Unter dem Gesamtziel Teilhabe für alle werden konkrete Projekte umgesetzt, die das Engagement aller Kräfte der Gesellschaft ermöglichen und gangbare „Wege für weniger Privilegierte“ ebnen. Die Projekte wirken in Bereichen wie soziale Hilfen, finanzielle Allgemeinbildung und Nachwuchsförderung. Die HypoVereinsbank verfügt über eine international anerkannte Wirkungsmessung nach der London Benchmarking Group und einem Management, das nachhaltiges Wirtschaften und soziales Unternehmertum bis weit in den Mittelstand hineinträgt.

Feinkost Käfer GmbH

Das Unternehmen beginnt gerade mit der Befassung mit nachhaltigem Wirtschaften und begreift Nachhaltigkeit in seinen drei Dimensionen. Besonderes Augenmerk wird auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Lieferkette gelegt. Lebensmittelabfall und Verpackungen werden vermieden (Indikator für pragmatische Übertragung von NH ins Kerngeschäft). Für 2015 ist der erste Nachhaltigkeitsbericht geplant, der von der FH St. Gallen begleitet wird.

Bäckerei Newzella

Der Handwerksbetrieb hat bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit der Belegschaft ein umfassendes Unternehmensleitbild festgelegt, das fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist. Wert wird auf eine Durchmischung des Alters und Vielfalt im Unternehmen gelegt, um so gegenseitig voneinander zu profitieren und von den Erfahrungen des anderen zu lernen. Täglich spendet der mehrfach ausgezeichnete Top-Ausbildungsbetrieb Backwaren an Bedürftige.

Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke GmbH

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke GmbH. Die ethischen Grundsätze des Pflegedienstes basieren auf den Prinzipien Fairness, Transparenz, Qualität, Ehrlichkeit und der Einhaltung von gesetzlichen Leitlinien. Dazu gehört die Verantwortung für Mitarbeiter sowie deren Gesundheit und Wohlergehen. Um die Familienplanung in dieser Branche zu erleichtern, hat das Unternehmen das Konzept „Teilzeitjob für Vollzeitmütter“ entwickelt, das nun auch für junge Väter gilt. Arbeitszeiten können familienfreundlich und flexibel gestaltet werden. Das Unternehmen engagiert seit Jahren u.a. für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.