Gru¦ênder & Gescha¦êftsfu¦êhrer Martin Teichmann Portra¦êit

Martin Teichmann kündigt, da er weniger reisen und mehr bei seiner Familie sein möchte. Zudem hat er den Wunsch seine eigene Geschäftsidee umzusetzen. Mit etwas Hilfe und genug Erfahrung hat das auch geklappt.

Was man Martins Meinung nach tun muss um erfolgreich durchzustarten erzählt er in dieser Ausgabe von: Neustarter – Durchstarter!

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Stell dich doch bitte einmal vor

Ich bin Martin Teichmann, 33 Jahre alt, lebe mit meiner Familie in Düsseldorf und bin aktuell Geschäftsführer und Gründer von Kesselheld, einer Onlineplattform für Heizungskunden und Heizungsbauer. Unser Ziel ist es, den Heizungskauf mittels moderner Technologien zu vereinfachen und den Kunden dabei zu helfen eine passende Heizung inklusive Installation zu finden.

 

Wann war der Moment in dem Du Dir gesagt hast, jetzt mach ich mein Ding?

Als mein Sohn geboren wurde. Zu dem Zeitpunkt war ich Projektleiter bei der Boston Consulting Group und bin viel gereist. Ich habe gemerkt, dass zwei Dinge zusammenkamen: Zum einen war ich immer neugierig, wenn mir jemand vom Gründen und dem Aufbau einer Firma erzählt hat. Es  hat mich unheimlich fasziniert, die eigenen Ideen umsetzen zu können.  Zum anderen habe ich den Drang verspürt mehr bei meiner Familie zu sein, weniger zu reisen und privat mehr Freiheit zu genießen. Dann habe ich bei meinem Arbeitgeber gekündigt, um mir über den nächsten Schritt Gedanken zu machen. Schneller als ich dachte, habe ich mit einem Team gemeinsam ein Start-up gegründet.

Was hast du davor gemacht?

Ich habe vor Kesselheld das Immobilienmakler-Startup Homeday mitgegründet. Vor meiner Zeit bei Homeday war ich als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group tätig. Mein Weg hat in der Uni Köln mit einem Studium  der Betriebswirtschaftslehre begonnen. Ich habe mich schon zu dieser Zeit für strategische Fragestellungen und Unternehmertum interessiert.

Wie hast Du Dich auf diesen Schritt vorbereitet?

Ich habe in meiner Zeit als Angestellter ein bisschen Geld zurück gelegt, so dass ich auch mit freiem Kopf in die Zeit starten konnte und nicht nach drei Monaten schon Erfolgsdruck hatte. Meine erste Firma habe ich nicht alleine gegründet, das hat sicher auch geholfen. Einige der Kollegen hatten bereits eine Firma gegründet, so dass wir auf deren Erfahrungen zurückgreifen konnten. Ansonsten ist es mittlerweile sehr viel erfolgsversprechender direkt in den Markt zu starten, statt Monate lang einen Business Plan zu schreiben – dieser überlebt meist sowieso nicht den Kontakt mit der Realität.

Was würdest Du CSR jobs & companies Usern raten, die mit dem Gedanken spielen, ihrem Berufsleben eine völlig andere Richtung zu geben?

Geht raus und sprecht mit Menschen, die in der Branche arbeiten, in der ihr euch selbstständig machen wollt oder die bereits gegründet haben. Macht Euch nicht alleine in der stillen Kammer Gedanken zu einer neuen Richtung. Meist ist der Markt oder das Arbeitsleben ganz anders, als es von Außen aussieht. Entwerft Hypothesen was Euch an der neuen Richtung reizt und besprecht diese mit anderen Personen. Wer im Einzelhandel gründen möchte, sollte dringend mit Besitzern anderer Läden sprechen, mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern. Bringt in Erfahrung, ob die Welt so aussieht, wie ihr  sie Euch vorstellt. Das gilt übrigens für Gründer, wie für Angestellte. So ging es mir jedenfalls: Sowohl der Immobilien-  als auch der Heizungsmarkt sahen von Außen ganz anders aus und funktionierten anders als ich zuvor dachte.

Weitere Informationen gibt es auf Kesselheld.de

Bilder: Martin Teichmann

Ihr habt auch einen beruflichen Neustart gewagt oder ein eigenes Business gestartet? Dann schreibt uns. Wir freuen uns! E-Mails bitte an: redaktion@csr-jobs.de

Mehr Informationen zur Serie findet ihr hier.