Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und ist in der internationalen Bildungsarbeit aktiv. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GIZ sind in mehr als 130 Ländern tätig. CSR jobs & companies sprach mit Angela Renger aus der Personalabteilung der GIZ über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Anforderungen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die GIZ ist von 1.200 Arbeitgebern auf unserer Website einer von nur insgesamt sieben, der sich im Global Compact der Vereinten Nationen, dem Sustainability Code und der Fair Company Initiative engagiert und vom audit berufundfamilie hat zertifizieren lassen. Das scheint ein sehr umfassendes und ernsthaftes Engagement zu sein. Wird das von Bewerberinnen und Bewerbern honoriert?Angela Renger: Die GIZ wird regelmäßig von Bewerberinnen und Bewerber auf ihr außergewöhnliches Engagement angesprochen. Für uns als Unternehmen steht jedoch im Vordergrund, dass wir im Alltag das leben, was wir nach außen kommunizieren. Wir sind vertrauenswürdige und interkulturell aufgeschlossene Partner und handeln werteorientiert. Dabei ist der attraktive Rahmen der GIZ für das Engagement ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für eine nachhaltige Entwicklung weltweit sicherlich beispielhaft.

Was ist der typische Einstieg für eine Tätigkeit bei der GIZ?

Angela Renger: Unsere Angebote für Nachwuchskräfte sind vielfältig. Bereits Schulabgänger/innen haben die Möglichkeit, sich für eine Berufsausbildung zu bewerben. Für Studierende bietet unser Praktikantenprogramm die Möglichkeit, im In- oder Ausland ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum zu absolvieren. Als Berufseinsteiger mit bis zu dreijähriger Berufserfahrung kann man sich auf unsere Juniorpositionen bewerben oder für das Trainee-Programm der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, das wir im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchführen. Alle Optionen stellen einen guten Einstieg in unser Unternehmen und damit auch in die Internationale Zusammenarbeit dar. Berufserfahrenen Expertinnen und Experten bieten wir – nach interner Vorbereitung – vielfältige Aufgaben im In- und Ausland.

In welchen Bereichen sucht die GIZ zurzeit Fachkräfte?

Angela Renger: Wir suchen permanent Fachkräfte für verschiedenste Fachrichtungen und Kontexte. Daher ist sicherlich die beste Empfehlung an Interessierte, unseren Stellenmarkt unter  www.giz.de/jobs zu verfolgen bzw. kostenlos zu abonnieren. Hier informieren wir umfassend über die jeweilige Stelle, die Anforderungen und den Einsatzort. Die derzeitige Entwicklung deutet auf künftige besondere Bedarfe in den Fachrichtungen Energie, Klima, Ernährungssicherung, Frieden und Sicherheit, Wirtschaftspolitik sowie Berufliche Bildung hin. Doch bei der Vielfalt der Fachrichtungen in der GIZ und der Dynamik unseres Geschäftes bietet unser Stellenmarkt die jeweils aktuellste Übersicht.

Welche Anforderungen muss ein typischer GIZ‘ler erfüllen?

Angela Renger: Zu den Anforderungen gehören neben der fachlichen Expertise auch Netzwerkkompetenz, ausgeprägtes diplomatisches Geschick und interkulturelle Sensibilität. Diese Kompetenzen sind wichtig für die Arbeit in einem dynamischen, politischen Umfeld mit vielen unterschiedlichen Akteuren. GIZ-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen sich gerne und gut auf unterschiedliche Kulturen einlassen können und eine Grundoffenheit mitbringen. Zudem ist ihre Anpassungsfähigkeit und Flexibilität wichtig, denn manchmal ändern sich die Arbeitsbedingungen von einem Tag auf den anderen. Hinzu kommen noch gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch, oftmals weitere Sprachen. Je nach Standort, Projekt und Funktion erfordern die Positionen in verstärktem Maße Durchhaltevermögen,  Lösungsorientierung und Kreativität. Arbeitserfahrung im Ausland, möglichst in einem Entwicklungs- oder Schwellenland wäre ideal.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie scheint vor dem Hintergrund der Einsatzorte sehr schwierig zu sein. Wie unterstützt die GIZ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei?

Angela Renger: Nun, zunächst einmal prüft die GIZ sorgfältig, welche unserer Einsatzorte für Familien geeignet sind. Hierbei finden wichtige Kriterien wie Sicherheitslage, Bildungseinrichtungen und medizinische Versorgung Berücksichtigung. Eine Ausreise mit Familie und/oder Partner/in in Krisengebiete ist beispielsweise nicht möglich. Die überwiegende Mehrheit unserer Einsatzorte verfügt jedoch über eine sehr gute Infrastruktur, z.B. internationale Schulen, die die Mitnahme der Familie begünstigt. Dieses Angebot wird gerne in Anspruch genommen. Bevor Kolleginnen oder Kollegen mit ihrer Familie ausreisen, profitieren die Familienmitglieder von einer umfangreichen Vorbereitung, z.B. in Landeskunde oder -sprache, die ihre Eingewöhnungsphase vor Ort verkürzt.

Die GIZ engagiert sich im UN Global Compact, für den Sustainability Code, als Fair Company und wurde vom audit berufundfamilie zertifiziert. Ein ausführliches Profil auf CSR Jobs existiert noch nicht. Das Kurzprofil finden Sie hier.  Aktuelle Stellenangebote finden Sie in unserem Jobbereich.

 

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der GIZ GmbH – Die GIZ ist mit ihren Experten in 130 Ländern der Welt vertreten; GIZ/Ostermeier